Dienstag, 8. März 2016

Glück


Du gabst dem Glück einen neuen Namen. Erfülltest die Leere in meinem Herz und meinem Kopf, vollkommen, und nun bin ich Ausweglos, atemlos und oftmals fehlen mir die Worte. Statt mich zu verstecken lege ich mich offen, mit Armen und mit Wunden. Gebe mich hin und gebe es auf mich zu verstellen. Stelle mich vor dir hin – und ich bin.
Mit dir, neben dir, bei dir.
Und wir zerlegen das Glück und Definieren es für uns, wie es für uns ist.


Deine Wärme taut mich auf, der Eisklotz in der Brust beginnt zaghaft nach und nach zu zerschmelzen. Meine Schutzschicht wusch ich mit dir ab. Wenn Berührungen und Herzschläge sich berühren, dein da sein, Räume, in mir und zwischen meinen Wänden füllt.. dann lass uns loslassen, was wir nicht mehr brauchen und festhalten, was hier ist. Was jetzt ist. Augenblicklich. 





Sonntag, 3. Januar 2016

Neues Jahr


Was wir brauchen: ein neues Jahr.
Nicht, um alles besser zu machen, sondern um manches einfach anders zu machen. Vielleicht auch um manches besser zu machen. Aber dafür braucht es kein neues Jahr, sondern nur einen neuen Tag. Neue Chancen gibt es jeden Tag, unabhängig der Zahl die am Ende steht.
Und am Ende des Tages, am Ende des Jahres wünschen wir uns doch alle das gleiche: ein bisschen mehr vom Glück. Oder das es anhält, bitte noch ein Weilchen. 


Und das ist alles.







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Samstag, 26. Dezember 2015

Herzschlag


Wir springen, als ob wir es tun müssten. Wir lächeln. Wir lächeln und wir verkneifen uns die üblichen, einengenden, eingrenzenden Fragen. Wir können sie nicht leiden. Weil wir tanzen, weil wir es wollen und trinken, bis wir vergessen warum. Und wenn du mich fragst: "Warum?", bekommst du keine Antwort. Weil ich nicht Antworten möchte, weil ich nicht entscheiden mag. Weil Kopf und Herz nicht nüchtern sind, weil das Blut in meinen Venen lautlos pumpt und ich so lautlos bin. Weil laut sein, sich nicht anfühlt, wie lebendiger sein. Wie die Stille sich nur mühselig mit leben füllt und du mich fragend ansiehst und ich ausdruckslos zurück gehe. Weil ich nicht muss, was ich nicht will und weil ich so bin, wie du mich nicht haben willst. Weil ich lieber schweige, als zu sagen, dass ich nicht will, dass du bleibst, weil ich nicht will, dass du gehst, aber nicht ertrage, wenn du von Herzschlägen erzählst. Herzschlag.
Lass ihn aussetzten, ihn ausgleichen, ihn gegen sinnloses ersetzten, die Angst tauschen, gegen Leidenschaften und das Leiden vergessen. Für genau diesen Moment.
Und lass uns nicht halten, was nicht zu halten ist. Lass uns Haltlos ins dunkle Stürmen. Und morgens mit Kopfschmerz erwachen.
Lass uns am Leben bleiben. 




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Freitag, 18. Dezember 2015

Nur das Gefühl


Vielleicht habe ich es verstanden. Vielleicht rede ich mich da nur heraus. Gerade noch, kann ich unterscheiden, zwischen unten und oben, aber nicht, zwischen fühlen und nichts mehr sagen. Zwischen verloren gehen und blind davon laufen, mit wilder Hoffnung in den Augen, dass am Ende ein paar Hände sind, die mich halten, aber die mich nicht tragen.
Ich kann alleine laufen.
Zwischen zu viel vom Wein, zu wenigen Tränen und viel zu viel und viel zu wenig von dir.
Wenn ich stolpere, dann bist du der Stein. Deine Oberfläche ist rau, ein kleines bisschen Glanz unter der Fassade, hart und ein bisschen was von Sehnsucht schwingt immer mit, in deinen Worten.
Wenn du deine Träume aufgibst, dann hast du verloren.
Rennende soll man nicht aufhalten und wenn wir Schwankende sind, uns weiter schwanken lassen. Wenn ich an Regen denke, wie ich diese Stadt dann hasse. Gedankenreste an all den Straßenecken und Erinnerungen im Briefkasten.



Vielleicht war es das Gefühl.
Nur das Gefühl.






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